Grundlagen

Anerkennung

 Akte

Das Weiterbildende Studium Psychologische Psychotherapie der Friedrich-Schiller-Universität Jena wurde vom Thüringer Ministerium  für Soziales, Familie und Gesundheit am 12.07.2007 gemäß § 6 des Psychotherapeutengesetzes (PsychThG) als staatliche Ausbildungsstätte für Psychologische Psycho­therapie mit dem Schwerpunkt Verhaltenstherapie in Vollzeit und Teilzeit anerkannt.

Grundlagen des Weiterbildenden Studiums sind das Psychotherapeutengesetz (PsychThG) und die Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Psychologische Psychotherapeuten (PsychTh-APrV) in der jeweils geltenden Fassung. Die auf diesen Gesetzen basierende Weiterbildungsordnung des WPP trat mit der Wirkung vom 01.10.2007 in Kraft. Die überarbeitete Fassung der Weiterbildungsordnung (Stand 01/2017), nach der sich unser Handeln richtet, befindet sich aktuell in Beschlussfassung bei den zuständigen Gremien.

 

Mitgliedschaften

 Unith 

Die Mitgliedschaft des WPP im Verbund universitärer Ausbildungsstätten für Psychologische Psychotherapie <unith> dient dem Anspruch einer praxisnahen, wissenschaftlich fundierten und qualitativ hochwertigen Ausbildung für die WPP-Teilnehmer. Das WPP setzt die <unith>-Richtlinien zur Qualitätssicherung in der Ausbildung konsequent um. Weitere Informationen über die Ziele und Tätigkeiten von <unith> erhalten Sie unter: www.unith.de.

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Das WPP ist durch die Deutsche Gesellschaft für Psychologie e.V. als universitäres Ausbildungsinstitut für Psychologische Psychotherapie akkreditiert. Die DGPs, als Vereinigung der in Forschung und  Lehre tätigen Psychologen und Psychologinnen, erstrebt die Förderung und Verbreitung der wissenschaftlichen Psychologie. Weitere Informationen finden Sie unter: www.dgps.de.

 

Kosten

Sie erhalten bei uns die Ausbildung zum Nulltarif. Die für die Theorie anfallenden Semesterentgelte zu Beginn sowie die Supervisionskosten können über Honorarauszahlungen für therapeutische Tätigkeit im Rahmen der Praktischen Ausbildung an unserer Institutsambulanz komplett refinanziert werden.

Ziel des Weiterbildenden Studiums Psychologische Psychotherapie ist eine qualitativ hochwertige Ausbildung für unsere Teilnehmer. Die Einnahmen des WPP werden ausschließlich zur Deckung der dabei anfallenden Kosten verwendet.

Während der 3-jährigen und 5-jährigen Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten entstehen für unsere Teilnehmer folgende Ausgaben und Einnahmen:

Finanzierung WPP 2

Unser Finanzierungsmodell basiert auf zwei Prinzipien:

1. Die Teilnehmer zahlen kostendeckend kalkulierte Gebühren für die Leistungen des Weitenbildungsstudiengangs:

Die Kosten für das Einführungs- und Kennenlernseminar, die Theorieveranstaltungen und Selbsterfahrung (9.540 €) sind in 36 Monatsraten in Höhe von 265€/Monat zu zahlen. Im Rahmen der praktischen Ausbildung fallen für Supervisionen weitere Entgelte an, die direkt mit den Supervisoren abgerechnet werden. Die Höhe der Kosten wird von den einzelnen Supervisoren bestimmt, in Anlehnung an Empfehlungen des Weiterbildungsausschusses. Dabei ist mit etwa 80-90 € je Stunde Einzelsupervision und mit etwa 28 € je Stunde Gruppensupervision (bei 3 Teilnehmern) zu rechnen. Für die mündliche Abschlussprüfung am Institut wird ein Prüfungsentgelt von 450,-€ erhoben. Die Gesamtkosten der Ausbildung belaufen sich somit auf etwa 17.000 €.
Sondergebühren für Bewerbung, Zulassung, Aufnahme und/oder Langzeitausbildung werden nicht erhoben!

2. Das WPP zahlt für alle an der Institutsambulanz oder Lehrpraxis Erfurt im Rahmen der praktischen Ausbildung erbrachten Behandlungsleistungen angemessene Honorarbeteiligungen.

Unsere Teilnehmer bekommen alle erbrachten Leistungen (u.a. Probatorik, Antragstellung, Arztbriefe, Therapiesitzungen) mit 35% der Krankenkassenvergütung (nach EBM) honoriert. Dies entsprich etwa 30 €/Therapiestunde. Maximal dürfen 650 Behandlungsstunden im Rahmen unserer Weiterbildung erbracht werden. Daraus ergeben sich Einnahmen von ca 19.500 €.
Hinzu kommen die Einnahmen aus der stationären praktischen Tätigkeit 1 und 2 („psychiatrisches Jahr“), die je nach Institution variieren.

Achtung! Mit der Aufnahme ins WPP ist die Immatrikulation als Student/in an der Friedrich-Schiller-Universität Jena verbunden. Die Kosten in Höhe von etwa 190€/Semester sind an die FSU Jena zu zahlen. Dies erlaubt Ihnen u.a. die Nutzung des Semestertickets, d.h. die kostenlose Nutzung der Busse und Straßenbahnen des Jenaer Nahverkehrs (ÖPNV) sowie der Züge des Nahverkehrs der Deutschen Bahn in Thüringen in der 2. Wagenklasse und in den Zügen der Erfurter Bahn GmbH und der Süd-Thüringen-Bahn. (Thoska Karte und Semesterticket)

Einen Vergleich unterschiedlicher Finanzierungsmodelle von Ausbildungsinstituten finden Sie hier.

Bewerbung

Zulassungsvoraussetzungen

Die vom Thüringer Landesverwaltungsamt definierten Voraussetzungen lauten wir folgt: Psychologiestudium, das an einer Universität absolviert wurde. Diplomstudium oder  3 Jahre Bachelor (180 ECTS) und 2 Jahre Master (120 ETCS), wobei das Fach “Klinische Psychologie” Bestandteil mindestens einer Abschlussprüfung/Modulprüfung war; in den Basisfächern und in dem Fach “Klinische Psychologie” müssen 9 CP nachgewiesen werden.

Aktuelle Entwicklung: Laut Bundesverwaltugnsgericht eröffnet der Masterabschluss in Psychologie (Klinische Psychologie in der Abschlussprüfung eingeschlossen) den Zugang zur Psychotherapeutenausbildung, es muss kein Bachelorabschluss in Psychologie vorliegen. Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes hierzu finden Sie hier. Aktuell bitten wir Sie, sich direkt an das Thüringer Verwaltungsamt zu wenden, um Ihre Zugangsvoraussetzungen zu prüfen, sollten Sie keinen Bachelor in Psychologie haben.

Bewerbungen können ganzjährig für das jeweils kommende Wintersemester eingereicht werden. Die Theorie- und Selbsterfahrungsveranstaltungen beginnen zum Wintersemester. Bei bestehendem Weiterbildungsvertrag und abgeschlossenem Studium gem. §5 PsychThG können Ausbildungsbestandteile, wie die Praktischen Tätigkeit, bereits ab dem 1. Juli des entsprechenden Jahres absolviert werden. Die Bewerbungsfrist für das jeweils kommende Wintersemester ist der 15.07. Bewerbungen sind auch dann möglich, wenn bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht alle Prüfungsleistungen (z.B. Masterarbeit) abschließend erbracht sind.

Die Bewerbung erfolgt in zwei Stufen:

 1. Einsendung der schriftlichen Bewerbungsunterlagen
 
– Motivationsschreiben (max. 2 Seiten)
– Tabellarischer Lebenslauf mit Lichtbild
– Nachweis über ein abgeschlossenes Hochschulstudium in Psychologie, das das Fach Klinische Psychologie einschließt (Kopie des Diplom- oder B.Sc./M.Sc.-Zeugnisses)
– ggf. Schriftliche Bestätigung des Thüringer Landesverwaltungsamtes Weimar über die Erfüllung der Zugangsvoraussetzungen für Bewerber mit BA/MA- bzw. BSc/MSc-Abschluss sowie mit Studienabschlüssen, die an einer ausländischen Hochschuleinrichtung erworben wurden
– Relevante Arbeits- bzw. Praktikumszeugnisse
Zulassungsantrag
 
Wenn Sie sich im letzten Semester Ihres Studiums befinden und noch nicht alle Prüfungsleistungen (z.B. Masterarbeit) bis zum 15.07. erbracht haben, so können Sie sich trotzdem bei uns bewerben. Reichen Sie dazu ein vorläufiges Zeugnis bzw. aktuelle Notenübersicht bei uns ein.
 
Besondere Hinweise für Absolventen der Universität Jena:  Da wir mit den Studienangeboten der Universität Jena vertraut sind, können Sie in Ihrer Bewerbung auf die schriftliche Bestätigung des Thüringer Landesverwaltungsamtes Weimar über die Erfüllung der Zugangsvoraussetzungen verzichten. Ggf. fordern wir Sie nach Prüfung Ihrer Bewerbungsunterlagen auf, diese Bestätigung nachzureichen. 
 
 2. Auswahlgespräch mit der Weiterbildungsleitung zur Feststellung der persönlichen Eignung des Bewerbers
 

Prüfung

Zwischenprüfung

Unsere Teilnehmer absolvieren nach etwa 3 bis 4 Semestern eine institutsinterne Zwischenprüfung, deren Bestehen den Beginn der praktischen Ausbildung in der Ausbildungsambulanz des WPP oder der Lehrpraxis ermöglicht. Die 30-minütige Zwischenprüfung ist eine fallbezogene Einzelprüfung von Wissen auf Grundlage der Falldokumentation einer eigenen Patientenbehandlung im Rahmen der Praktischen Tätigkeit. Sie wird von den Prüfern mit „bestanden“ oder mit „nicht bestanden“ bewertet.

Staatliche Abschlussprüfung

Die Abschlussprüfung ist eine staatliche Prüfung gemäß § 5 des PsychThG. Die inhaltliche Gestaltung erfolgt gemäß  § 7 bis § 18 PsychTh-APrV.

Die staatliche Prüfung besteht aus einem schriftlichen Teil und einem mündlichen Teil. Der schriftliche Teil umfasst 120 min mit v.a. Multiple Choice- und Kurzantwortaufgaben zu grundlegendem Wissen der Psychotherapie.  Weitere Informationen bietet das Institut für medizinische und pharmazeutische Prüfungsfragen (IMPP). Der mündliche Prüfungsabschnitt besteht aus einer fallbezogenen Einzelprüfung von Wissen auf Grundlage einer Falldokumentation einer eigenen Patientenbehandlung im Rahmen der Praktischen Ausbildung (30 min) und einer Gruppenprüfung zu Theorien zur Ätiologie, Diagnostik und Indikation sowie Interventionsmethoden (je Teilnehmer 30 min).

Das Prüfungszeugnis erhält der Ausbildungsteilnehmer von der zuständigen Prüfungsbehörde. Das Prüfungszeugnis ist die wesentliche Voraussetzung für den Antrag auf Approbation, die vom Landesverwaltungsamt Thüringen erteilt wird. Sie berechtigt zur Führung des Titels „Psychologischer Psychotherapeut“.